Dr. Blex bei AfD Rhein-Sieg zum Syrien-Konflikt:

„Mit großer Brutalität geführter Stellvertreterkrieg"

Hoher Besuch beim Stammtisch der AfD Rhein-Sieg in Lohmar: Vor rund 50 interessierten Zuhörern schilderte Dr. Christian Blex ebenso detailliert wie kurzweilig seine persönlichen Eindrücke einer Syrien-Reise im März vergangenen Jahres und legte dabei seine Sicht der Dinge dar. Das Fazit des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Nordrhein-Westfälischen Landtag: "In Syrien wird mit großer Brutalität ein Stellvertreterkrieg geführt, bei dem es ausschließlich um wirtschaftliche und politische Einflussnahme geht.“

In seinem spannenden Vortrag zeichnete Dr. Blex eloquent das hochkomplexe Bild einer Region, die zum Spielball weltpolitischer Interessen geworden ist. Dass dies hierzulande kaum thematisiert werde, sei auch der verzerrten und tendenziösen Berichterstattung der Mainstream-Medien geschuldet. Nicht zuletzt deshalb und um sich selbst ein Bild von der tatsächlichen Situation vor Ort zu machen, hatte eine AfD-Delegation, darunter auch AfD-NRW-Sprecher Thomas Röckemann, das Kriegsgebiet im Frühjahr 2018 bereist.

Dabei hatte die AfD-Delegation die Gelegenheit, hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu treffen sowie sich auch mit Vertretern zahlreicher religiöser Glaubensrichtungen intensiv auszutauschen. Seine Erkenntnis: "Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem, was wir in unseren Medien von diesem mörderischen Konflikt vermittelt bekommen und dem, was tatsächlich passiert.“ 

Ursächlich für einen Konflikt, der bislang nicht nur Millionen von Menschen den Tod brachte, weite Teile des afrikanischen Kontinents ins Chaos stürzte, Entstehung und Erstarken der Terror-Miliz IS maßgeblich begünstigte und letztlich auch eine Massenflucht nach Europa auslöste, sind demnach allein wirtschaftliche und geopolitische Interessen der Großmächte. 

„Ziel der USA unter den Vorgänger-Administrationen von Donald Trump war es, Russland vom europäischen Gasmarkt zu verdrängen“, erklärt Dr. Blex. Das sollte mit einer eigenen Gaspipeline, die über syrisches Terrain führt, bewerkstelligt werden. Dies allerdings wurde vom syrischen Machthaber Baschar al-Assad als Russlands engstem Verbündeten in der Region torpediert.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Assad, vom Westen zu Beginn seiner Präsidentschaft 2000 noch als Hoffnungsträger hofiert, zum Problem geworden.

Fortan befeuerte die USA die religiösen Konflikte in der Region durch Unterstützung mehr oder minder radikaler Islamisten, zu denen auch die im Irak gegründete Terror-Miliz IS gehörte, mit dem Ziel, ein Regierungswechsel in Syrien durchzusetzen. Erst als der IS ein grenzübergreifendes Kalifat als Ziel apostrophierte und den USA zu entgleiten drohte, entschloss man sich zu einem halbherzigen - und deshalb wenig erfolgreichen - Eingriff.

Den Umschwung im Kampf gegen den IS brachte erst Russlands Intervention ab 2015. Dr. Blex: "Diese zielte darauf ab, dem IS den Nachschub, bspw. bei der Versorgung mit Öl und Treibstoff, abzuschneiden und damit das finanzielle Rückgrat zu brechen."

Dies gelang. Das Ergebnis ist bekannt!  Nach gut drei Stunden, angereichert mit vielen persönlichen Impressionen, komprimierte Dr. Blex seine Erfahrungen in dem Satz: "Ohne die ständigen und dauernden westlichen Interventionen wäre der Krieg in dieser Region schon lange vorbei und auch Deutschland einiges erspart geblieben.“

 

 

Impressionen: 

Termine

06.07.2019 - 12:00

11.07.2019 - 18:30

24.07.2019 - 18:30

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